BTM-Tresor für Betäubungsmittel

geändert am 5. März 2021

Betäubungsmittel-Tresor – Diebstahlschutz für Sucht- und Betäubungsmittel

Medikamententresor zur Aufbewahrung von Sucht- und Betäubungsmittel – auch als BTM-Tresor (Betäubungsmittel) oder als Gefahrstofftresor bezeichnet – schreibt der Gesetzgeber in Deutschland für Krankenhäuser, Apotheken, Arztpraxen, Alten- und Pflegeheimen sowie für Forscher in Laboren zum Schutz vor Diebstahl vor. Sie benötigen Betäubungsmittelvorräte für ihre Arbeit, die bei Drogensüchtigen und Dealern äußerst begehrt sind. Der §15 des Betäubungsmittelgesetzes (BtMG) schreibt die Verwendung von zertifiziertem Wertschutzschränken nach EN 1143-1 Widerstandsgrad 0 oder 1 je nach Einsatzbereich vor.

Betäubungsmittel-Tresor – Sicherung gegen unbefugte Entnahme

Der § 15 des Betäubungsmittelgesetzes bestimmt, dass jeder Teilnehmer am Betäubungsmittelverkehr, die in seinem Besitz befindlichen Betäubungsmittel gesondert aufzubewahren und gegen unbefugte Entnahme zu sichern hat.

Nach den derzeitigen sicherungstechnischen Erkenntnissen gewährleistet ein Behältnis eine ausreichende Sicherung gegen eine unbefugte Entnahme von Betäubungsmitteln grundsätzlich nur, wenn die dafür vorgesehenen Behältnisse bestimmten mechanischen Anforderungen genügen.

Anstelle von Behältnissen können Räume mit vorgegebenen Anforderungen treten. Die aktuelle Fassung der Richtlinien der Bundesopiumstelle finden Sie hier – BfArM 4114 (Erlaubnisinhaber) oder BfArM 4114-K (Krankenhaus, Apotheken, Arztpraxen, Alten- und Pflegeheime).

BTM-Tresor – für Krankenhausstationen, Arztpraxen, Alten- und Pflegeheime

Für diese Einrichtungen sind zertifizierte Wertschutzschränke mit einem Widerstandsgrad 0 oder höher vorgeschrieben. Wertschutzschränke mit einem Eigengewicht unter 200 kg sind entsprechend der EN 1143-1 zu verankern. Sog. Einmauerschränke sind in eine geeignete Wand fachgerecht einzubauen.

BTM-Tresore (auch für Kurzwaffen) Widerstandsgrad 0 nach EN 1143-1: (Werbung)

WG0 EN 1143-1

WG0 EN 1143-1

WG0 EN 1143-1

WG0 EN 1143-1


Ausgenommen hiervon ist die Aufbewahrung von Betäubungsmittelmengen, die höchstens den durchschnittlichen Tagesbedarf einer Teileinheit darstellen und ständig griffbereit sein müssen. Diese sind durch Einschließen so zu sichern, dass eine schnelle Entwendung wesentlich erschwert wird.

Die Aufbewahrung der entsprechenden Schlüssel ist durch einen schriftlichen Verteilerplan zu regeln. Die Schlüssel sind von den Berechtigten grundsätzlich in persönlichen Gewahrsam zu nehmen.

BTM-Tresor – für Krankenhaus und öffentliche Apotheken

Krankenhausapotheken und öffentliche Apotheken müssen zertifizierte Wertschutzschränke mit einem Widerstandsgrad I oder höher nach EN 1143-1 verwenden. Wiegen sie weniger als 1.000 kg sind entsprechend der EN 1143-1 zu verankern.

BTM-Tresore Widerstandsgrad 1 nach EN 1143-1: (Werbung)

WG1 EN 1143-1

WG1 EN 1143-1

WG1 EN 1143-1

WG1 EN 1143-1

BTM-Tresor – für Erlaubnisinhabern nach § 3 Betäubungsmittelgesetz

Bei Aufbewahrung der Sucht- und Betäubungsmittel in Schränken sind zertifizierte Wertschutzschränke mit einem Widerstandsgrad I oder höher nach EN 1143-1 zu verwenden. Wertschutzschränke mit einem Eigengewicht unter 1.000 kg sind entsprechend der EN 1143-1 zu verankern. Sog. Einmauerschränke sind in eine geeignete Wand fachgerecht einzubauen.