Möbeltresor für wen?

geändert am 20. April 2021

Tresor in Schrank einbauen?

Möbeltresore gehören – wie der Name bereits verrät – in Möbelstücke eingebaut. Dies kann ein Kleiderschrank, eine Kommode, ein Schreibtisch oder ein Regal sein. Damit ist der Möbeltresor vor neugierigen Augen von Dieben geschützt. Möbeltresore – auch als Schranktresore bezeichnet – sind in diversen Größen verfügbar und besitzen unterschiedliche Schließsysteme. Möbeltresore gibt es zur Wand- oder Bodenverankerung und einige Modelle besitzen einen zertifizieren Feuerschutz. Möbeltresor für wen geeignet, lesen Sie weiter.

Tresor in Schrank einbauen – Platz ermitteln

Möbeltresore eignen sich für Wertgegenstände und Dokumente. Möbeltresore lassen sich in vorhandene Möbel integrieren und bieten sich besonders für den Einsatz in Mietwohnungen an, wo Wandtresore kaum möglich oder sehr aufwändig einzumauern sind. Möbeltresore sind meist kleiner als freistehende Wertschutztresore und beanspruchen damit weniger Platz.

Bestimmen Sie den Einbauort in einem geeigneten Möbelstück. Das Anschrauben ausschließlich an die Möbelrückwand oder an den Boden funktioniert nicht. In Null Komma nichts entfernen Einbrecher den Tresor und lachen sich ins Fäustchen. Der Schranktresor muss an der Wand oder am Boden verschraubt werden oder besser noch an beiden.

Mieter sollten sich vor dem Kauf mit dem Vermieter über die Montage einigen und abklären, ob sich in der Wand dahinter eine Wasser- oder Stromleitung befindet oder eine Fußbodenheizung im Boden. Als Eigentümer werfen Sie besser auch einen Blick auf die Baupläne. Sollten am geplanten Aufstellort Leitungen liegen, dann suchen Sie nach einer Alternative für den Einbau, ansonsten können Sie erheblichen Schaden anrichten.

Messen Sie den geplanten Platz aus. Die Schrank- oder Schreibtischtiefe bestimmt die maximale Tiefe (Außenabmessung) des Tresors, während die Breite und Höhe unterschiedliche Modelle beim Kauf zulassen. Möbeltresore sind aufgrund ihrer Einbauweise bereits von Haus aus in ihrer Tiefe begrenzt und besitzen flache Außenbeschläge. Normalerweise liegt die Tresortür innerhalb des Gehäuses, d.h. die Vorderfront ist glatt und idealerweise sitzt der Schließmechanismus ebenfalls vertieft in der Tür. Das maximale Fassungsvermögen des Safes hängt vom vorhandenen Raum im Möbelstück ab. Kompaktere Möbeltresore bieten weniger Platz für Ordner, benötigen dafür weniger Platz im Schrank oder Regal. Hier gilt es, das Optimum zwischen der Größe des Schranktresors und dem gewünschten Innenraumvolumen zu finden.

Wie sicher sind Möbeltresore?

Möbeltresore schützen vor Diebstahl, sollen sie zusätzlich vor Feuer schützen braucht es einen dafür zertifizieren Tresor. Im Handel sind billige nicht zertifizierte und etwas teurere zertifizierte Tresore erhältlich.

Zertifizierte Tresore sind einbruchsicherer und lassen sich höher versichern. Je höher die Sicherheitsklasse nach VdS oder der Widerstandsgrad noch ECB-S ist, desto besser sind Ihre Wertsachen geschützt. Zwei- oder dreiwandige Tresore sind sicherer als ein einwandiger. Möchten Sie wichtige Papiere darin lagern oder eine Briefmarkensammlung, dann sollte der Möbeltresor feuersicher sein.

Besitzt der Möbeltresor einen Widerstandsgrad 0 oder höher, dann dürfen Sie laut Gesetzgeber auch Kurzwaffen darin lagern.

Tresor in Schrank einbauen, wie sicher befestigen?

Die meisten Möbeltresore besitzen Befestigungsmöglichkeiten am Boden und an der Wand. Am sichersten ist eine Verankerung in beide Richtungen, d.h. befestigen Sie den Safe, falls möglich, sowohl an der Wand wie am Boden. Nur eine ordnungsgemäße Verankerung verhindert, dass Einbrecher den Tresor ab der Wand oder dem Boden stemmen können. Die Verankerung ist bei Diebstahl für den Versicherungsschutz wichtig.

Besitzt der Möbeltresor ein Zertifikat nach S1, S2 oder Widerstandsgrad 0, 1 und 2 sind die Anker zusammen mit dem Tresor zertifiziert. Zur Befestigung dürfen Sie nur die mitgelieferten Anker verwenden, da die Zugfestigkeit der Schraube maßgeblich für die Sicherheit sorgt.

Wände aus Beton und Kalksandstein eignen sich bestens für eine Verschraubung, Poroton-, Hohl- oder Lochziegel sind aufgrund ihrer Löcher weniger vorteilhaft. Gipskarton, Leichtbauwände oder ein Estrich am Boden sind zur Tresorverankerung ungeeignet. Lesen Sie dazu die Information zu den baulichen Voraussetzungen.

Halten Sie sich an die Montageanleitung des Herstellers. Plastikdübel vom Baumarkt taugen nicht. Schwerlastdübel eignen sich für die Befestigung in einer Betonwand oder in einem Betonboden. Sie verformen sich nicht, in ihrem Inneren befindet sich ein Gewinde, das die Schraube beim Eindrehen spreizt und so verankert. Für anderes Mauerwerk helfen Klebeanker. Bei diesen für Hochlastanwendungen konzipierten Ankern verbindet sich ein harzbasierter Klebstoff mit dem Mauerwerk und hält so den Anker fest. Im Zweifelsfall wenden Sie sich an einen Fachbetrieb.

Tresor in Schrank einbauen – wie tarnen?

Beispielsweise können Sie den Safe in einen Schrank mit Schubladen integrieren und ihn mit einer Schublade davor tarnen. So bleibt der Safe unsichtbar. Eine weitere Alternative ist, den Möbeltresor unter einem Schreibtisch einzubauen. Auch hier kann er hinter einer Tür oder ebenfalls hinter einer Schublade verschwinden.

In einem französischen Bett oder einer Couch mit Bettkasten lässt sich der Safe ebenfalls verstecken. Küche oder Abstellraum bieten sich ebenfalls an. Auch hier helfen Schranktüren und Schubladen den Schranktresor zu kaschieren.

Es gibt sicherlich zahlreiche Möglichkeiten für einen Möbeltresor in Ihrer Wohnung, seien Sie kreativ!